Thomas Eger
34 Seiten · 9,11 EUR
(Mai 2011)
Aus der Einleitung des Herausgebers:
Als rational darf aber schon gelten, wer so gut wie möglich versucht, seine Ziele, welche auch immer das sein mögen, zu erreichen. Das reicht, um uns den Weg zur übermäßig bequemen Krisenerklärung zu verstellen, nach der Banker und Finanzminister Moronen sind, die vor Gier nicht einmal gerade gucken können und unsere Probleme durch fehlende Moral verursacht hätten. Nein, es waren einigermaßen vorausschauende Akteure, die den Stabilitäts- und Wachstumspakt konstruiert haben, weil die Anreize für die nationalen Regierungen von EU-Staaten, sich übermäßig zu verschulden, erkannt wurden. Aber es hat nicht gereicht; der Mechanismus funktioniert nicht gut genug. Thomas Eger zeigt in seinem Beitrag, dass es eine einfache Lösung nicht gibt, weil verschiedene Ziele miteinander konkurrieren: Einerseits muss es Anreize für eine nachhaltige Finanzpolitik geben, andererseits müssen die EU-Staaten einander bei Bedarf eben doch solidarisch beistehen. Aus der Schwierigkeit dieser Abwägung folgt nun aber nicht, dass keine definitiven Aussagen möglich sind.