Nils Fröhlich
"Hochschulschriften" · Band 128
Dissertationsschrift
290 Seiten · 38,00 EUR (inklusive MwSt. und Versand)
ISBN 978-3-89518-756-8
(Oktober 2009)
Dieses Buch erhielt den Chemnitzer Universitätspreis 2009 sowie den Förderpreis des Statistischen Bundesamtes.
Beschreibung
Die Formalisierungen klassischer und marxscher Positionen im Rahmen linearer Produktionsmodelle haben in den Augen der meisten Beobachter zweifelsfrei gezeigt, dass eine auf Arbeitswerten basierende Preistheorie gravierende theoretische Mängel aufweist. Zwangsläufig wird der Arbeitswerttheorie schon seit Längerem von den meisten Ökonomen nur noch wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Bei genauerem Hinsehen erweist sich diese Sichtweise jedoch als Irrtum. Tatsächlich spricht sowohl aus theoretischer als auch aus empirischer Perspektive vieles dafür, dass die Austauschverhältnisse in einem kapitalistischen Wirtschaftssystem letztlich durch den Arbeitsaufwand geregelt werden, der bei der Produktion der jeweiligen Waren anfällt.
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dem Verlag bekannte Rezensionen (Auszüge)
"Nils Fröhlich hat ein umfassendes, aktuelles und gleichzeitig kompaktes Buch mit neuen Einsichten zur Arbeitswerttheorie geschrieben. Ein besonderes Merkmal seines Buches ist, dass er alle bedeutenden Ausgangspunkte der theoretischen Diskussion und Lösungsvarianten des so genannten Transformationsproblems behandelt - nicht nur einzelne Aspekte, wie üblich. Dabei werden sowohl theoretische als auch empirische Aspekte der Diskussion ausgearbeitet. Das Buch enthält eine interessante Analyse der aktuellen Wertverhältnisse unter Nutzbarmachung der Wirtschaftsstatistik der Bundesrepublik Deutschland. ... Die wirklich originelle Leistung des Buches ist eine empirische Amalyse mit Hilfe von Input-Output-Tabellen für die deutsche Wirtschaft 2004. ... In seiner Zusammenfassung schreibt Fröhlich, dass "das Wertgesetz - also die Annahme, Marktpreise werden letztlich durch Arbeitswerte determiniert - einen leistungsfähigen Ansatz zur Erklärung des modernen Kapitalismus darstellt". Er kommt kommt zugleich zu der Schlussfolgerung, dass die neoricardianische Theorie mit diesen statistischen Berechnungen in Schwierigkeiten gerät.
Fröhlichs Studie stellt eine Zusammenfassung der Diskussionen zu Arbeitswerttheorie und Transformationsproblem dar. Der Autor ist sehr gut mit der internationalen Entwicklung und dem Stand der Diskussion vertraut. Dennoch ist es auch klar, dass diese Diskussionen fortgesetzt werden müssen. Z.B. sollte man genauer analysieren, wie der Wert der Ware Arbeitskraft mathematisch modelliert werden soll.